Die Mikrochirurgie ist ein zentrales Verfahren der modernen Neurochirurgie. Mithilfe eines leistungsfähigen Operationsmikroskops werden das Operationsgebiet und empfindliche anatomische Strukturen stark vergrößert und optimal ausgeleuchtet dargestellt.
Dadurch können Tumoren, Gefäßveränderungen und andere krankhafte Strukturen präzise behandelt werden. Gleichzeitig lassen sich angrenzendes gesundes Gewebe, Blutgefäße sowie wichtige Nervenstrukturen besser erkennen und während des Eingriffs gezielt schützen.
Mikrochirurgische Verfahren kommen unter anderem bei Operationen am Gehirn, an der Schädelbasis, am Rückenmark, an der Wirbelsäule und an peripheren Nerven zum Einsatz. Auch bei der Behandlung neurovaskulärer Erkrankungen, beispielsweise beim Clipping eines Aneurysmas oder bei der mikrovaskulären Dekompression des Trigeminusnervs, spielt die Mikrochirurgie eine wichtige Rolle.
Welche mikrochirurgische Technik eingesetzt wird, richtet sich nach Art und Lage der Erkrankung sowie den individuellen anatomischen Voraussetzungen. Ziel ist es, den notwendigen Eingriff so präzise und schonend wie möglich durchzuführen.










