Bei älteren Patientinnen und Patienten kann es infolge eines Sturzes zu einem Bruch des Schenkelhalses kommen. Ist der Allgemeinzustand durch Vorerkrankungen oder das hohe Alter eingeschränkt und eine längere Operation nicht sinnvoll, kann die Implantation einer Hüftkopfprothese eine geeignete Behandlungsoption sein.
Bei diesem Verfahren werden der Hüftkopf und der Oberschenkelhals durch eine Prothese ersetzt, während die natürliche Hüftpfanne erhalten bleibt. Dadurch ist der Eingriff in der Regel weniger aufwendig und kann die Operationszeit verkürzen.
Da die erhaltene Gelenkpfanne im Laufe der Zeit stärker belastet wird und sich dadurch schneller abnutzen kann, eignet sich diese Versorgungsform insbesondere für Patientinnen und Patienten, deren Mobilität bereits vor der Verletzung eingeschränkt war. Ziel ist es, eine schnelle Mobilisation zu ermöglichen, Schmerzen zu lindern und möglichst rasch wieder ein hohes Maß an Selbstständigkeit im Alltag zu erreichen.
Unfallchirurgie und Orthopädie
Dr. med. Gerhard Finkenzeller
Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie, Spezielle Unfallchirurgie
Barbara Boer
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